Lösung

Der Widerruf ist wirksam und zwar aus folgenden Gründen:

Zwar war dem Widerrufsschreiben eine Originalvollmacht nicht beigefügt. Der Widerruf ist eine einseitige Willenserklärung, für deren Wirksamkeit es erforderlich ist, dass dann, wenn diese einseitige Willenserklärung durch einen Bevollmächtigten abgegeben wird, eine Originalvollmacht beigefügt wird. Der BGH wies darauf hin, dass die Übersendung der Einverständniserklärung per Telefax kein Original sei mit der Folge, dass eine Originalvollmacht nicht vorgelegen habe. Von der Ehefrau lag überhaupt keine Vollmacht bei.

Allerdings ist die fehlende Vollmacht nur dann zu berücksichtigen, wenn die Unwirksamkeit der einseitigen Willenserklärung durch den Empfänger unverzüglich gerügt wird. Nachdem zwischen der Übersendung des Widerrufs per Telefax vom 05.10.2013 und dem Widerspruch der Bank vom 11.10.2013 jedoch 6 Tage lie-gen, sei der Widerspruch nicht mehr unverzüglich erfolgt, sodass dieser Widerspruch verspätet sei. Die Erklärung sei damit wirksam, wenn die Bevollmächtigung tatsächlich vorgelegen habe unabhängig davon, ob die Vollmacht im Original vorgelegt wurde oder nicht.